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Die Geschichte

1971 wurde der Universitätsfechtclub Frankfurt e.V. gegründet. Gründungspräsident war Dr. Günther Leopold. Mit Franz Finnes, dem damaligen Präsidenten des Fechtclubs Hermannia Frankfurt e.V., gelang es ihm, ein neues Konzept für Frankfurts Fechtlandschaft zu erstellen.

Ziel war es, alle Frankfurter Fechterinnen und Fechter zu einer Leistungsgemeinschaft zusammenzuführen. Mit dabei waren der Fechtclub Hermannia Frankfurt e.V. und sieben Fechtabteilungen verschiedener Frankfurter Vereine, die sich im UFC vereinten. Es gelang, die Verantwortlichen der Stadt, des Landes, des Institutes für Leibesübungen (dem heutigen Institut für Sport und Sportwissenschaften mit dem Zentrum für Hochschulsport), der Sporthilfe und andere vom neuen Konzept zu überzeugen und deren Unterstützung zu erhalten.

Die bekanntesten Frankfurter Fechter jener Zeit kamen aus dem Vorgänger- Fechtclub Hermannia Frankfurt e.V. und stimmten dem Konzept zu. Es waren unter anderen Erwin Casmir, Heinrich Moos, Jule Eisenecker, Norman Casmir und Hans Jörger.

 

Die ausführliche Geschichte des UFC-Frankfurt (als .pdf) gibt es HIER.

 

Der Vorgänger:

Fechtclub Hermannia Frankfurt e.V

 
 Wappen Hermania

Am 30.Oktober 1873 wurde in Frankfurt am Main der Fechtclub Hermannia e.V. gegründet. Sein Wahlspruch lautete: "Omnes pro uno, Unus pro omnibus."

Die Clubfarben waren schwarz-rot-blau. Gefochten wurde mit Florett, Schläger und schwerem Säbel in fester Mensur.

Im Jahre 1900 wurde durch Meister Tagliabó aus Turin die italienische Schule eingeführt (Florett und leichter Säbel, gefochten in loser Mensur).

Viele Mitglieder zählten bald zu den deutschen Spitzenfechtern. Bereits 1906 bei den Olympischen Spielen in Athen war Emil Schön Mitglied der siegreichen deutschen Säbel- und Degenmannschaft. 1923 stieß Erwin Casmir, ein Schüler von Meister Schiavoni aus Berlin, zur Hermannia. Casmirs überragendes Können bewirkte eine bis dato nicht dagewesene Sicherheit und Beständigkeit in den Leistungen der Mannschaft. Ab 1923 wurden 48 Deutsche Mannschaftsmeisterschaften und 43 Titel in den Einzelmeisterschaftskämpfen gewonnen. 91 Deutsche Meisterschaften für die Hermannia Frankfurt!

Nachdem die Fechterin Helene Mayer in den 30iger Jahren, der dunkelsten der deutschen Geschichte (1933-1945), als "Nichtarierin" gezwungenermaßen nicht mehr Mitglied des FCO sein durfte, nahm die "Hermania" sie auf. Helene Mayer konnte nun als Vereins- und somit Reichsbund-Mitglied an den Olympischen Spielen von 1936 in Berlin teilnehmen und war somit die einzige deutsche "Nichtarierin" (Halbjüdin) die an den Spielen teilnahm. In Berlin erkämpfte sie sich eine Silbermedalie und 1937 die Teilnahme an der ersten WM im Damenflorett in Paris.

Vorbereitung auf die Olymischen Spiele 1936 in den Räumen der Hermannia in der Kaiserhofstraße. (Das Bild zeigt Erwin Casmir, Meister Tagliabo und Helene Mayer)

 

1951 wurde dem Club im Auftrage des Bundespräsidenten, Professor Theodor Heuss, in Würdigung seiner Verdienste das Silberne Lorbeerblatt überreicht.

 

Die ausführliche Geschichte der Hermannia (als .pdf) gibt es HIER.

 

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  • Aktualisierung der Site am: 09.02.2017